imagines et loci




imagines et loci
3d-Animationsfilm
2009
11 min 57 sec
Idee und Ausführung: Susanne Wiegner

Aufführungen 2009/2010
"Les Instants Vidéo", Marseille
ab November 2009 Teil des "CologneOFF V" Festivals

"There is no escape from yesterday
because yesterday has deformed us,
or been deformed by us."
(Samuel Beckett)

Ausgelöst durch alte Familienphotos und das Ticken der Uhr setzt ein Erinnerungsprozess ein, der mit der räumlichen Überblendung von erinnerter Wirklichkeit und vorgestellter Möglichkeit spielt.
Das Kind betritt zur Bibelstunde das Haus der Großeltern, eine strenge, religiöse, geordnete Welt, fest eingebunden in einen zeitlich exakt geregelten Tagesablauf. Ein Ort, der kindlichen Bedürfnissen keinen Platz zugesteht. Die Kamera folgt konsequent dem Blick des Kindes, das, fokussiert auf bestimmte Dinge, Fluchtstrategien entwickelt. Vor dem Auge des Betrachters entstehen Hyperräume kindlicher Vorstellung, kurzzeitige Rückzugsorte, die jedoch ohne wirklichen Ausweg im fest umgrenzten Erinnerungsort enden.
susanne wiegner © 2009

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