expeditio

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expeditio (mehr Informationen und Videos auf meiner website)
"expeditio" - Gedankenreise in den virtuellen Raum
30-minütiger Animationsfilm als Expeditionsbericht in 7 Episoden
Idee und Ausführung: Susanne Wiegner
Sprecher: Helmut Becker
Musik: Eppie E Hulshof

bisherige Aufführungen:
"paraflows" - Medienkunstfestival in Kooperation mit MAK, Wien (Sept. 2007)
Wohn-Atelierhaus Veit-Dirscherl, Rattenbach (Nov.-Dez. 2007)
"EMERGEANDSEE" - Festival, Kino Babylon, Berlin (Feb. 2008)
"RAUM-PERSPEKTIVE-MEDIUM", Kunsthistorisches Institut, Tübingen (Mai 2008)
Upgrade!Munich, i-camp, München (Juli 2008)
Les Instants Vidéo, Marseille (Nov. 2008)
Internationales Film Festival, IFFR, Rotterdam (Jan. 2009)

Da sich die wahren unentdeckten Gebiete im Kopf befinden, begibt sich ein Raumschiff von wesenhafter Gestalt auf eine Gedankenreise in den virtuellen Raum.
Das Raumschiff ist mit allen nur erdenklichen und z.T. absurden Hilfsmitteln der Wahrnehmung, wie Spezialkameras, Mikrophone, Sensoren, Röntgengeräte, Navigationssysteme u.s.w. ausgestattet. So wird die Wahrnehmungswelt scheinbar erweitert, archiviert und analysiert.
Ein ironisches Spiel mit der heutigen Darstellbarkeit und Schaffung von Pseudorealitäten durch digitale Bilder beginnt. Die inzwischen allseits übliche Methode (Medizin, Wissenschaft, Politik, Medien) an Hand virtueller Modelle einen Sachverhalt anscheinend schlüssig darzustellen und so zu "beweisen" wird ins Phantastische gesteigert.
Die Abenteuer bestehen aus Räumen, die agieren, sich verändern, alle statischen Regeln und logische Raumabfolgen ausser Kraft setzen, mit verfremdeten Klängen erfüllt sind und die Handlung bestimmen. Das Raumschiff reagiert auf die jeweiligen Situationen, sammelt Informationen, die im weiteren Verlauf ausgewertet, kommentiert und wiedergegeben werden. Wie bei den frühen klassischen Expeditionsberichten ist die Sprache sowohl wissenschaftlich, als auch poetisch schildernd, durchsetzt mit kurzen Zitaten aus Adalbert Stifters "Bunten Steinen".
Nach fünf unterschiedlichen Raumabenteuern endet die Reise in einer kleinen Schneekugel, die auf einem Zeichentisch steht, auf dem sich die Konstruktionszeichnung des Raumschiffs, eine Postkarte zu Jules Vernes "Reise zum Mond" sowie ein Erzählband Adalbert Stifters befinden.
susanne wiegner © 2008


Ich lese sehr gerne Expeditionsliteratur (sei es fiktive oder reale), auch wegen der oftmals schönen beschreibenden Bildtafeln. Eigentlich war ich fest davon überzeugt selbst einmal eine Forschungreise zu unternehmen. Leider ergab es sich nie, so ist die virtuelle Expedition in den Gedankenraum entstanden.











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